Wer wird geschützt?

Der Einlagensicherungsfonds schützt die Einlagen von natürlichen Personen und rechtsfähigen Stiftungen und - mit gewissen Einschränkungen - die Einlagen anderer Gläubiger (z.B.: Unternehmen, Körperschaften und Anstalten des öffentlichen Rechts, BGB Gesellschaften). Die Einlagen von Kreditinstituten, Finanzinstituten, Wertpapierfirmen und Gebietskörperschaften sind ab dem 1. Oktober 2017 grundsätzlich nicht mehr geschützt.

Der Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen bis zur jeweils geltenden Sicherungsgrenze und für jeden Kunden. Bei Gemeinschaftskonten ist für die Ermittlung des Entschädigungsanspruches der jeweilige Anteil des einzelnen Kontoinhabers maßgeblich. Fehlen besondere Bestimmungen, so werden die Einlagen zu gleichen Anteilen den Kontoinhabern zugerechnet. Es macht also beispielsweise keinen Unterschied, ob ein Ehepaar ein Gemeinschaftskonto oder zwei Einzelkonten bei einer Bank führt. Konten von BGB-Gesellschaften sind nicht als Gemeinschaftskonten der Gesellschafter sondern als ein Konto der Gesellschaft zu betrachten. Die BGB-Gesellschaft hat insoweit einen eigenen Entschädigungsanspruch.

Gemäß § 6 Abs. 10 des Statuts des Einlagensicherungsfonds wird bei Anderkonten für die Berechnung der Sicherungsgrenze auf die Person des Treugebers abgestellt. Gleiches gilt für offene Treuhandkonten, sofern in der Kontobezeichnung das Treuhandverhältnis sowie der Treugeber eindeutig gekennzeichnet sind und das Bestehen des Treuhandverhältnisses dem Einlagensicherungsfonds nachgewiesen wird. Im Übrigen werden die Treuhandkonten wie Konten des Treuhänders behandelt.

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.