Einlagensicherungsfonds

Der Einlagensicherungsfonds schützt Einlagen über die gesetzliche Sicherung hinaus und wird von etwa 160 Banken getragen. Seit mehr als 30 Jahren wurden alle betroffenen Kunden vollumfänglich entschädigt.

Informationsbogen

Banken sind gesetzlich dazu verpflichtet, ihre Kunden über die gesetzliche Einlagensicherung zu informieren. Dazu versenden die Banken an ihre Kunden einmal jährlich den Informationsbogen für den Einleger. Wichtig zu wissen: Grund für die Zusendung ist nicht etwa eine Änderung des Schutzniveaus oder eine Schieflage der Bank.

Über den Einlagensicherungsfonds

Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken schützt die Guthaben von Kunden bei den privaten Banken in Deutschland.

Auf dieser Webseite finden Sie die wesentlichen Informationen über Umfang und Funktionsweise der Einlagensicherung.

Besteht seit 1976

Schutz bis zu 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals

etwa 160 Mitgliedsbanken

Schutzumfang

Die Einlagensicherung schützt Sicht-, Termin- und Spareinlagen(Guthaben auf Girokonten, Sparkonten, Tagesgeldkonten, Festgeldkonten) bis zur individuellen Sicherungsgrenze einer Bank.

Der Einlagensicherungsfonds schützt alle „Nichtbankeneinlagen“, also die Guthaben von Privatpersonen, Wirtschaftsunternehmen und öffentlichen Stellen. Die Sicherungsgrenze entspricht pro Kunde 20 Prozent des haftenden Eigenkapitals der jeweiligen Bank.

Fragen und Antworten

Was passiert, wenn eine Bank „pleite“ geht? Sind Kundeneinlagen dann geschützt?

Das Geld der Kunden ist bei den privaten Banken in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr gut abgesichert. Falls eine Bank nicht in der Lage ist, Kundeneinlagen zurückzuzahlen, sind diese bis zu 100.000 Euro durch die gesetzliche und darüber hinaus, bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze, durch die freiwillige Einlagensicherung geschützt.

Wann tritt der Entschädigungsfall ein?

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu dem Ergebnis, dass für die Bank keine Chance besteht, die Geschäfte fortzuführen, oder dauert das Moratorium bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Erst dann kann der Einlagensicherungsfonds seine Tätigkeit aufnehmen und damit beginnen, die Anleger zu entschädigen. Dazu wird er jeden Kunden anschreiben und ihn entschädigen.

Was ist ein Moratorium?

Ein Moratorium ist ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot im Sinne von § 46a KWG, das durch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), verhängt wird. Dadurch ist die Bank gehindert, Gelder anzunehmen und auszuzahlen. Die Bank darf lediglich Zahlungen entgegennehmen, die zur Tilgung von Schulden bestimmt sind.

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