Fragen und Antworten

Mit dem einmal jährlich stattfindenden Versand des Informationsbogens für Einleger, kommen die Banken der gesetzlichen Pflicht nach, ihre Kunden regelmäßig über die gesetzliche Einlagensicherung zu informieren. Wichtig zu wissen: Grund für die Zusendung ist nicht etwa eine Änderung des Schutzniveaus oder eine Schieflage der Bank.

Der Informationsbogen informiert Kunden über das Einlagensicherungssystem, das für die Bank zuständig ist. Im Rahmen dieser grundsätzlichen Informationen werden die Sicherungsobergrenze, die Erstattungsfrist, die Währung, in der erstattet wird, und die jeweiligen Kontaktdaten des Einlagensicherungssystems aufgeführt.
 

Das Einlagensicherungssystem kann Ihnen keine Auskünfte über ihre Bank geben. Wenn Sie Fragen zur Kontoführung haben oder eine Auskunft suchen, wenden Sie sich bitte direkt an Ihre Bank. So sparen Sie Porto und Zeit. Das betrifft zum Beispiel Kündigungen oder Kontoeröffnungsanträge. Die Einlagensicherungssysteme sind nicht befugt Schreiben für die Bank entgegenzunehmen und leiten diese auch nicht an die Bank weiter.

Ja, die Sicherungsgrenze kann sich ändern, da sie abhängig den Eigenmitteln der jeweiligen Bank ist. Verändern sich die Eigenmittel, z. B. durch eine unterjährige Kapitalerhöhung, verändert sich auch die Sicherungsgrenze.

Einlagen, die bei einer unselbstständigen Zweigniederlassung im Ausland (z.B. ING DiBa Direktbank Austria) gehalten werden, sind im Rahmen der deutschen Sicherungsgrenze – die Sie per Mailformular abfragen können – geschützt. Dabei spielt es keine Rolle, welche Staatsangehörigkeit der Bankkunde hat oder in welchem Land er seinen Wohnsitz hat.

Kommt die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin) zu dem Ergebnis, dass für die Bank keine Chance besteht, die Geschäfte fortzuführen, oder dauert das Moratorium bereits sechs Wochen an, stellt sie den sogenannten Entschädigungsfall fest. Erst dann kann der Einlagensicherungsfonds seine Tätigkeit aufnehmen und damit beginnen, die Anleger zu entschädigen. Dazu wird er jeden Kunden anschreiben und ihn entschädigen.

Ein Moratorium ist ein Zahlungs- und Veräußerungsverbot im Sinne von § 46a KWG, das durch die zuständige Aufsichtsbehörde, die Bundesanstalt für Finanzdienstleistungsaufsicht (BaFin), verhängt wird. Dadurch ist die Bank gehindert, Gelder anzunehmen und auszuzahlen. Die Bank darf lediglich Zahlungen entgegennehmen, die zur Tilgung von Schulden bestimmt sind.

Einlagen, die vor Ausscheiden einer Bank aus dem Einlagensicherungsfonds bei dieser Bank getätigt wurden, genießen eine Art Bestandschutz. Dies bedeutet konkret, dass solche Einlagen bis zur Höhe der „alten“ Sicherungsgrenze bis zur Fälligkeit bzw. bis zum nächstmöglichen Kündigungstermin voll durch den Einlagensicherungsfonds geschützt werden. Die Bank ist zudem verpflichtet, ihre Kunden unverzüglich über ihr Ausscheiden in Kenntnis zu setzen und sie auf die Folgen hinzuweisen, die sich daraus ergeben.

Das Geld der Kunden ist bei den privaten Banken in Deutschland im weltweiten Vergleich sehr gut abgesichert. Falls eine Bank nicht in der Lage ist, Kundeneinlagen zurückzuzahlen, sind diese bis zu 100.000 Euro durch die gesetzliche und darüber hinaus, bis zur jeweiligen Sicherungsgrenze, durch die freiwillige Einlagensicherung geschützt.

Eine aktuelle Übersicht der Banken, die dem Einlagensicherungsfonds angehören, finden Sie bei uns hier:

» Seite zur Abfrage der Sicherungsgrenzen.

Wertpapiere schützt der Einlagensicherungsfonds nicht. Diese werden lediglich von der Bank verwahrt, sie bleiben aber im Eigentum des Kunden. Im etwaigen Insolvenzfall können Sie die Wertpapiere schriftlich bei Ihrer Bank herausverlangen oder Ihr Depot auf ein anderes Institut übertragen lassen, sofern der Bank keine Sicherungsrechte zustehen. Sie können auch während eines Moratoriums jederzeit die Herausgabe der Ihnen gehörenden Papiere verlangen. Die Bank darf trotz des Zahlungs- und Veräußerungsverbotes diesem Begehren nachkommen, da ihr die Herausgabe fremder Sachen nicht verwehrt ist.

Diese Webseite nutzt Cookies, um bestimmte Funktionen zu ermöglichen und das Angebot zu verbessern. Indem Sie hier fortfahren, stimmen Sie der Verwendung von Cookies zu.