Fragen zu Corona

Häufig gestellte Fragen zur Einlagensicherung in der Corona-Krise

Bei der Insolvenz eines Kreditinstituts schützt das Einlagensicherungssystem den Einleger. Ist eine Bank nicht in der Lage Kundengelder - also Einlagen - zurückzuzahlen, sind die Rückzahlungsansprüche der Kunden in gewissem Umfang durch die Einlagensicherungseinrichtungen abgesichert.
Der Einlagensicherungsfonds des Bundesverbandes deutscher Banken ist das freiwillige Einlagensicherungssystem der privaten Banken. Zahlreiche private Banken sind zusätzlich zur gesetzlichen Einlagensicherung freiwilliges Mitglied im Einlagensicherungsfonds. Denn der Schutz des Einlagensicherungsfonds beginnt dort, wo die Sicherung durch die EdB aufhört.
Seit seiner Gründung 1976 konnte der Einlagensicherungsfonds in allen Entschädigungsfällen sämtliche Ansprüche von betroffenen Bankkunden vollumfänglich entschädigen und wird dies auch in Zukunft leisten. Die Sicherung finanziert sich durch eine Umlage, die die mitwirkenden Kreditinstitute jährlich zahlen. Darüber hinaus kann der Einlagensicherungsfonds in bestimmen Situationen Sonderumlagen von seinen Mitgliedern erheben.
 

Wegen der Corona-Pandemie ist es unter Umständen erforderlich, dass Banken Filialen für eine gewisse Zeit schließen, um die Gesundheit von Angestellten und Kunden zu schützen. Der Zugang zu Ihren Guthaben ist aber trotzdem durch die Banken gewährleistet. Ihre Bank ist nach wie vor der sicherste Ort zur Aufbewahrung Ihrer Ersparnisse - geschützt durch die gesetzliche und freiwillige Einlagensicherung. Für weitere Information zu den jeweiligen Vorkehrungen Ihrer Bank und alternativen Möglichkeiten der Kontaktaufnahmen wenden Sie sich bitte an Ihre Bank.
Grundsätzlich umfasst der Schutz Guthaben natürlicher Personen und rechtsfähiger Stiftungen. Für juristische Personen, Personengesellschaften, teilrechtsfähige Gesellschaften, nicht rechtsfähige Vereine und Partnerschaften nach dem PartGG besteht ein eingeschränkter Schutz. Guthaben von Kreditinstituten und Finanzinstituten, Wertpapierfirmen sowie von Bund, Ländern und Kommunen (Gebietskörperschaften) sind vom Schutz ausgenommen.
Unter den Schutz des Einlagensicherungsfonds fallen Guthaben auf Giro- und Tagesgeldkonten, Festgelder, Sparguthaben sowie Sparbriefe. Verbindlichkeiten, über die eine Bank Inhaberpapiere ausgestellt hat, wie z.B. Inhaberschuldverschreibungen und Zertifikate, werden hingegen nicht geschützt.
Über den gesetzlichen Entschädigungsanspruch hinaus sichert der Einlagensicherungsfonds Guthaben in Höhe von bis zu 15 % des haftenden Eigenkapitals der betroffenen Bank, mindestens 750.000 Euro pro Kunde. Sofern die gesamten Einlagen eines Kunden nicht über dieser Grenze liegen, sind sie vollständig gesichert.

Grundsätzlich gilt der Schutzumfang pro Kreditinstitut und pro Kunde, unabhängig von der Anzahl der Konten. Im Falle von Eheleuten können aber beide Kontoinhaber je einen Betrag von mindestens 750.000 Euro beanspruchen. Das Guthaben (bzw. auch die Forderungen) wird auf die einzelnen Kontoinhaber zu gleichen Teilen verteilt, sofern nicht bei der Kontoeröffnung eine abweichende Regelung vereinbart wurde. Sofern Inhaber von Gemeinschaftskonten auch über Einzelkonten bei demselben Kreditinstitut verfügen, werden diese bei der Berechnung der Höhe der Entschädigung für den betreffenden Kontoinhaber berücksichtigt.

 

Bsp.:  Das Ehepaar Mustermann verfügt bei Bank X über ein Gemeinschaftskonto mit einem Guthaben von 180.000 Euro sowie über Einzelkonten mit einem Guthaben von 50.000 Euro im Falle von Frau Mustermann sowie 70.000 Euro im Falle von Herrn Mustermann.

Der Anspruch von Frau Mustermann beträgt 90.000 Euro aus dem Gemeinschaftskonto sowie 50.000 Euro aus dem Einzelkonto, insgesamt also 140.000 Euro

Der Anspruch von Herrn Mustermann beträgt 90.000 Euro aus dem Gemeinschaftskonto sowie 70.000 Euro aus dem Einzelkonto, insgesamt 130.000 Euro.

Konten von BGB-Gesellschaften sind nicht als Gemeinschaftskonten der Gesellschafter, sondern als ein Konto der Gesellschaft zu betrachten. Die BGB-Gesellschaft hat insoweit einen eigenen Entschädigungsanspruch, wobei der Schutz durch den Einlagensicherungsfonds gewissen Einschränkungen unterliegt.

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